Fotoausstellung von Ingrid Malsch
Kirche Finkenkrug, 1. März bis 24. Mai 2020 
Hier ist ein virtueller Ausstellungsrundgang möglich!

Wer kennt sie nicht, die blitzschnellen farbenprächtigen Jäger der Lüfte.

Aber wussten Sie, dass nicht nur die fliegende Libelle uns mit ihrer Geschicklichkeit allsommerlich von übermäßiger Mückenplage befreit? Auch ihr Nachwuchs, der unter Wasser lebt, ernährt sich von Mückenlarven.

Gottes Schöpfung ist voller Wunder. Der Mensch begreift erst langsam, wie vielseitig die Zusammenhänge zwischen belebter, unbelebter und menschlicher Lebenswelt sind. Wir alle sind auf das Funktionieren dieses komplexen Miteinanders angewiesen. Doch schützen kann man nur, was man kennt.

Über 80 Libellenarten gibt es in Deutschland. Die Ansprüche an ihren Lebensraum sind sehr verschieden. Doch alle benötigen Laichgewässer, die nicht belastet sind. Daher sind ca. 60 Arten gefährdet, 20 davon sogar vom Aussterben bedroht. Die Verschmutzung, z.B. durch industrielle Landwirtschaft und die ungebremste Trockenlegung von Gewässern, setzt ihnen stark zu. Wir können ihnen helfen, indem wir auf industrielle Nahrung verzichten oder auch im Garten ein Kleingewässer (ohne Fische) anlegen. Entgegen verbreiteter Meinung sind Libellen für uns Menschen harmlos: Sie stechen nicht und sind nicht giftig.

Auf den herrlichen Fotografien von Ingrid Malsch, mit ihren Texten, kommen sie uns näher, als Mitgeschöpfe, auf die wir achten können. Ingrid Malsch war jahrzehntelang beim NABU Cuxhaven aktiv und hat immer wieder hervorragende Ausstellungen und Bildvorträge zu Vögeln, Insekten und Pflanzen gestaltet, auch unzählige Exkursionen geführt. Sie hat am Artenerfassungsprogramm Niedersachsen mitgewirkt und im Natureum Niederelbe mitgearbeitet. Neben Schmetterlingen waren die Libellen ihre bevorzugte Insektengruppe.

Weibchen einer Feuerlibelle, Foto: Ingrid Malsch

Lernen Sie in dieser Ausstellung zauberhafte Insekten kennen, ihren Lebenslauf, ihre Biotope, ihre Farbenpracht. Lesen Sie über ihre Entwicklung, Besonderheiten, Skurriles. Freuen Sie sich auch auf Lyrik und Prosa – die Libelle hat Künstler und Künstlerinnen immer wieder inspiriert.

Annette und Jörg Romanski